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Before and After Sand
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Gewerbemuseum Winterthur, Winterthur

Be­fo­re and Af­ter Sand

Domenica, 6. Aprile 2025

Beleuchtet werden Fragen nach dem Wert von Sand, seine Entstehung im Laufe der Zeit, die Bedeutung des Abbaus für die Ökosysteme sowie das Potenzial für eine nachhaltige Zukunft durch Alternativen.

Sand ist nach Wasser die am meisten ausgebeutete Ressource der Welt und der Verbrauch steigt in einem noch nie dagewesenen Tempo. «Before and After Sand» beschäftigt sich mit Fragen nach dem Wert von Sand, beleuchtet seine Entstehung im Laufe der Zeit, die Bedeutung des Abbaus für die Ökosysteme sowie das Potenzial für eine nachhaltige Zukunft durch mineralische, synthetische oder organische Alternativen. Doch Sand ist nicht einfach Sand: Denken wir an Flusssand, Wüstensand oder Bausand? Sprechen wir von Quarzsand, Marmorsand oder Recyclingsand? Handelt es sich um abgebauten, geraubten, aufbereiteten oder industriell hergestellten Sand?

Weltweit werden jedes Jahr über fünfzig Milliarden Tonnen Sand und Kies im Bauwesen verwendet – genug, um eine 27 mal 27 Meter grosse Mauer um den Äquator zu bauen. Sand ist aber auch ein äusserst wichtiger Rohstoff für die Herstellung von alltäglichen Massenprodukten aus Glas, Keramik und Silikon bis hin zu entscheidenden Bauteilen in der Mikroelektronik und Photovoltaik. Als Werkstoff wird er zudem in mechanischen Verarbeitungsverfahren eingesetzt, in Form von Schleifpapier, Trennscheiben oder Fräsbohrern sowie in aufwendigeren Produktionstechniken wie Sandstrahlen, Wasserstrahlschneiden, dem Sandform- oder Wachsausschmelzverfahren. Das zeigt: Sand ist in vielerlei Hinsicht ein unverzichtbares Material, das auch in Zukunft eine wichtige Bedeutung behalten wird.

In der Schweiz finden sich zwar mit ihren grossen Schotter- und Moränenablagerungen im Moment noch reiche Sandvorräte. Aber mit Blick auf die globale Situation ist eine nachhaltige Sandbewirtschaftung nötig, um langfristige Versorgungsengpässe zu vermeiden. Das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) warnt seit Jahren vor einer Sand¬krise. Ein erster Bericht von 2019 zeigte auf, dass jährlich über sechs Milliarden Tonnen Sand im Meer und in Küstengebieten abgetragen werden und sich der Sandabbau innerhalb von zwanzig Jahren verdreifacht hatte. Deshalb fordert UNEP international verbindliche Regeln für den Abbau und verlangt, dass Regierungen und Industrie Sand als strategisches Material behandeln. Ein neuer Bericht ist für 2025 angekündigt.

BEFORE AND AFTER SAND
Im Zentrum von «Before and After Sand» steht das Verständnis für Sand, für seine Eigenschaften, die Beschaffenheit und Herkunft. Die Besucher:innen können diese unbekannten Bekannten in kleinen wie in grossen Zusammenhängen entdecken und näher kennenlernen. Die ökologischen, politischen und wirtschaftlichen Folgen für Umwelt (und Welt) werden aufgezeigt, damit wir Sand als Ressource besser verstehen und unseren Bedarf, den Nutzen und somit auch unsere Abhängigkeit überdenken und diskutieren können.

Die Londoner Architekt:innengruppe Material Cultures enwickelte ausgehend von ihrer Studie zu Sand das Porträt des noch immer aktiven Steinbruchs Tyttenhanger in der Nähe von London, welcher den Norden Londons mit Bausand und Zuschlagstoffen beliefert. Der grossflächig betriebene Sand- und Kiestagbau ist rundherum in eine Landschaft aus stillgelegten Steinbrüchen und Kiesgruben eingebettet, die zu einer Reihe von Seen und Naturschutzgebieten umgestaltet wurden. Dieser Ausstellungsbeitrag zeichnet eine ausgedehnte ökologische Timeline dieser Gegend von 15 000 v. Chr. bis heute auf, mit einem Ausblick ins dritte Jahrtausend. Er lädt uns ein, über den Wert von Materialien nachzudenken, die im Laufe von Millionen von Jahren entstanden sind, die wir heute aber freizügig verbrauchen. Es wird zudem die Frage gestellt, wie der Mensch Boden und Landschaft durch die verschiedenen Schritte der Kulturentwicklung anders genutzt, bewirtschaftet und somit geprägt hat. Wesentlich auch die Frage, wie es in der Zukunft weitergehen wird. Und auch ob wir weltweit ganze Landstriche und Küstengebiete verändern und bestehende Ökosysteme stören oder vernichten werden, um unsere Rohstoffbedürfnisse abzudecken. Oder schreiten wir mit Regulierungen ein, mässigen wir den Verbrauch oder finden wir alternative Materialien?

Darüber hinaus wird in der Ausstellung anhand einer Reihe von Exponaten und Objektbeispielen ersichtlich, in welchen Bereichen in Alltag, Technik, Industrie und Wirtschaft Sand eine wichtige Rolle spielt. Sei dies als Hauptrohstoff, als Beimischung, als technischer Werkstoff oder als kulturelles Sinnbild.

Als weitere Fallstudie von Steinbrüchen zeigt die Ausstellung die Arbeit «Liquid Territories» von Monica Ursina Jäger. Als mehrjährige künstlerische Auseinandersetzung angelegt, beleuchtet dieses Projekt natürliche und vom Menschen ausgelöste Formen von Sedimentations- und Erosionsprozessen; sie thematisiert die Geopolitik rund um Sandressourcen und stellt diese Zusammenhänge installativ als Überlagerung verschiedener Zeitdimensionen dar.

Auch das Designerduo Studio Eidola untersucht kulturelle, historische und industrielle Kontexte von Sand- und Steinabbau. In ihren Forschungsprojekten setzen sich Denizay Apusoglu und Jonas Kissling fachlich sowie gestalterisch mit Stoffkreisläufen von lokal gewonnenen Mineralien auseinander. Der Schwerpunkt liegt dabei auf Nebenprodukten und übersehenen Stoffen aus dem Sand- und Kiesabbau. Rückstände aus der Sandaufbereitung oder Steinschlämme aus Schneidprozessen in Steinbrüchen, die bis anhin als ungenutztes Material deponiert werden, bergen grosses gestalterisches, konstruktives, wirtschaftliches und nachhaltiges Potenzial als alternative Baustoffe.

SAND IST NICHT GLEICH SAND
Die Ausstellung öffnet auch Zugänge für ein breites Publikum. Was ist Sand überhaupt? Wie viele verschiedene Arten davon gibt es? Mit Blick auf die Weltkarte lässt sich die Vielfalt in Farbe und Zusammensetzung von Sand vergleichen. Unter der Lupe zeigen sich Formenunterschiede und man kann beispielsweise sehen, wodurch sich Bausand von Wüstensand unterscheidet. In Natursand lassen sich Holzstückchen, Schalenteile von Meerestieren oder gar Mikroplastik entdecken, im Gegensatz zum gereinigten und aufbereiteten Sand, der für Beton verwendet wird. Und dass Sand nicht gleich Sand ist, zeigen speziell gewonnene, verarbeitete oder auch hergestellte Granulate, die als Rohstoff für die Glasherstellung, als Werkstoff zum Sandstrahlen und Wasserstrahlschneiden, oder zum Feinschleifen von Holz oder Edelsteinen verwendet werden.

KOOPERATION
«Before and After Sand» wurde vom Werkstoffarchiv des Sitterwerks St. Gallen in Zusammenarbeit mit der Londoner Architekt:innengruppe Material Cultures konzipiert. Das Gewerbemuseum Winterthur erweitert die Ausstellung mit weiteren Projekten, Stationen und Exponaten.

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Informazioni sull'evento

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